Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen waren deutlich.
Und für Einige im Detail sicher überraschend.
Eine gestärkte SPD mit Hannelore Kraft an ihrer Spitze, eine abgestrafte CDU mit einem gedemütigtem Norbert Röttgen, eine wieder erstarkte FDP, enternde Piraten und versinkende Linke …
Irgendwo zwischen schwarz-gelbem Fußballfest, „anschwimmenden” Modellbooten auf dem Stauteich und anderen typischen Muttertags-Ausflugszielen gab es für 1025* Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis 2100 (Kindertagesstätte Nonnenbruch) das Angebot, die zukünftige Zusammensetzung des Nordrhein-Westfälischen Landtages mit zu bestimmen. So wie 13,2 Millionen anderen „Wahlberechtigten” in NRW auch.
501 Nonnenbrucher machten von ihrem Wahlrecht vor Ort im Wahllokal „Kindertagesstätte Nonnenbruch” Gebrauch. Das entspricht einer Wahlbeteiligung hier im Stadtteil von mageren 48,8%. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung in der Stadt Heiligenhaus bei 61,5%. Landesweit bei 59,6%.
Deutliche Stimmengefälle bei SPD und CDU
Dass der Nonnenbruch traditionell eine „Hochburg” der SPD ist, zeigte sich wieder einmal sehr deutlich. 47,7% der gültig abgegebenen Zweitstimmen konnten die Sozialdemokraten hier auf sich vereinen. Damit haben sie im Nonnenbruch ihr deutlich bestes Ergebnis in der Stadt erzielt! In Heiligenhaus kam die SPD insgesamt auf 40,1%, Landesweit erreichte sie 39,1%.
Noch deutlicher zeigte sich das Ergebnis bei den Erststimmen. Beachtliche 52,7% der Nonnenbrucher Wahlbeteiligten gaben ihre Stimme Elisabeth Müller-Witt (SPD). Ein Ergebnis, dass in ihrem gesamten Wahlkreis Mettmann III seinesgleichen sucht! In Heiligenhaus kam sie auf 42,4%, im gesamten Wahlkreis auf 39,7%.
Die CDU hingegen kam auf ernüchternde 18,7% der abgegebenen Stimmen – insgesamt 90 Stück.
Stadtweit mit Abstand ihr schlechtestes Ergebnis.
Im Vergleich mit dem Gesamtergebnis in Heiligenhaus von 25,8% (NRW: 26,3%) liegt sie hier in etwa so viele Prozent-punkte unter dem Stadtdurchschnitt, wie die SPD über diesem liegt. Rechnet man dann noch die „Nichtwähler” mit ein, muss man konsterniert feststellen, dass nur 8,7% der Nonnenbrucher Wahlberechtigten ihr Vertrauen der CDU aussprachen.
Sicher ein enttäuschendes Ergebnis für Dr. Wilhelm Droste, Direktkandidat der CDU im Wahlkreis. Dieser konnte sein Direktmandat nicht verteidigen, ist aber mit dem sicheren Listenplatz 10 auf jeden Fall einer der künftig 67 CDU-Abgeordneten im Landtag. Im Nonnenbruch entfielen 23,9% der Stimmen auf den CDU-Kandidaten. Etwa ein Drittel mehr, als die CDU Zweitstimmen bekam. Insgesamt kam Dr. Droste in Heiligenhaus auf 35,2% und im gesamten Wahlkreis auf 37,3%.





















